Autophagie ist kein Nischenthema. Sie ist ein grundlegender biologischer Prozess, der daran beteiligt ist, wie sich jede Zelle des Körpers instand hält. Darum ist sie wichtig:
Zelluläre Qualitätskontrolle. Autophagie entfernt falsch gefaltete Proteine und beschädigte Organellen, bevor sie Probleme verursachen. Ohne ausreichende Autophagie kann sich mit der Zeit Zellabfall ansammeln.
Energiehaushalt. In Phasen mit knappem Nährstoffangebot versorgt die Autophagie die Zellen mit recycelten Bausteinen. So bleibt der Energiehaushalt im Gleichgewicht, ohne dass die Zelle allein auf Nahrung von außen angewiesen ist.
Immunfunktion. Autophagie ist an der Reaktion des Immunsystems beteiligt, unter anderem am Abbau bestimmter Erreger, die in Zellen eindringen. Dieser Vorgang heißt Xenophagie.
Langlebigkeitsforschung. Studien an Modellorganismen wie Hefe, Würmern, Fruchtfliegen und Mäusen zeigen übereinstimmend, dass eine verstärkte Autophagie mit einer längeren Lebensspanne einhergeht. Der Zusammenhang zwischen Autophagie und gesundem Altern gehört zu den aktivsten Forschungsfeldern der modernen Biologie.